Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Mechanische Aspekte in der E-Technik
guidob
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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Montag 21. Juni 2010, 13:12

Ja, das sieht gut aus. mit dem Sicherungsring. So anspruchsvoll bin ich garnicht.
Hast du den Kunststoff außen längs überdreht? Sonst mess mal mit der
Schieblehre um 90° versetzt. Der ist meist nicht rund.

Irgendwie ist es mit dem Halbleiterheft jedes Jahr dasselbe. Vieles, was mich
noch nicht mal soweit interessiert, dass ich den Artikel lese. Aber immer auch
was dabei, das gut zu nutzen ist. Diesmal gefällt mir das abstimmbare
Quarzfilter gut, hoffentlich eine erprobte Schaltung, das sollte ich mal
probieren. Ich habe ja angeblich noch hundert Jahre Zeit. :D

Grüße, Guido

edgar
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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon edgar » Montag 21. Juni 2010, 13:43

Hundert !
aber (wahrscheinlich) nur wenn es keine Kriege gibt.
aber gerade die werden uns (vielleicht) retten
Also wer frueh anfaengt ist frueher im Ziel
.und wenn es so weiter geht sitzen
wir in 100 Jahren in einem
frischen Eisblock und
davor die letzte
COCA COLA
reklame
End
.

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Dianu
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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon Dianu » Dienstag 22. Juni 2010, 13:22

was ist in hundert Jahren? - finde ich nicht so interessant - eher: wie siehts hier in 1000 Jahren aus? -> Endzeitdrama oder doch Science fiction??
Guido, die POM-Rolle habe ich nicht abgedreht, denn ich wollte die feste Haut nicht zerstoeren. Das Teil ist aber auf wenige hundertstel genau rund, wenn ich meiner Schieblehre trauen kann. Btw., der Tip zujeddeloh war ziemlich lohnend fuer ihn - den Link kannte ich noch nicht :) Einige Produkte kommen aus Indien und nicht China - sind aber auch von aehnlicher Qualitaet.
Liebe Gruesse
Dianu

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Dienstag 22. Juni 2010, 18:34

Jo, der Herr von und zu hat schöne Sachen und passable Preise. Indische Qualität?
Ist nicht ein Inder der weltweit größte Stahlhersteller? Und darum geht es doch
schließlich.

Ich habe gestern Nacht mich mal im Härten probiert. Dazu musste ich meinen
Trockenschrank (ursprünglich Minipizzaofen) austricksen, da dessen Regler
(89C2051) nur bis 199 °C geht. Ich habe ihn mit der unteren Heizspirale auf
180 °C hochlaufen lassen, da war die Einschaltdauer fast 100 %. Dann habe
ich die obere Spirale dazugeschaltet und bevor der Regler seinen I-Anteil
nennenswert reduzieren konnte, hatte ich recht lange über 230 °C. Ein erstes
Teststück ist schön gelb geworden, am Fräser erkennt man das nicht gut, da
er zu stark verrust ist. Scheint aber prinzipiell zu klappen, vllt. knöpfe ich mir
den Regler nochmal vor, wird aber schwierig nach vielen Jahren.

Grüße, Guido

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Haerten

Beitragvon Dianu » Dienstag 22. Juni 2010, 20:25

Hallo Guido,
Haerten hatte ich mal vorm Studium als innerhalb meines Praktikums 14 Tage Schmieden dran war. Das hat mir auch Riesenspass gemacht! Als Abschlussarbeit musste ein Meissel aus Werkzeugstahl gemacht werden. Ganz zum Schluss kommt das Haerten dran. Dazu wird das vordere Ende vom Meissel nochmal rot gluehend gemacht. Dann ein paar Sekunden das Drittel ins Wasser tauchen und wieder rausziehen. Die Spitze ist dann kaelter als der Rest vom Meissel. Jetzt die Spitze beobachten. Die Hitze zieht wieder in die Meisselspize ein. Es bilden sich Farbringe von violett bis braun. Jede Stahlsorte hat ihr charakteristisches Farbspiel. Wenn der Farbring mit der "richtigen" Farbe ganz vorne angelangt ist, dann wird der Meissel wieder ins Wasser getaucht, diesmal solange bis die Hitze raus ist. Der Meister testet dann den Meissel, indem er mit deinem Werkstueck einen dicken Span von einem ungehaerten Stueck Werkzeugstahl abkloppt. Wenn die Schneide danach nicht ganz genau so scharf wie vorher ist - nochmal ueben oder durchgefallen :wink:
Liebe Gruesse

Dianu

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Dienstag 22. Juni 2010, 21:30

Nene Rudo,

das Anlassen mach ich nicht in der Flamme, da wird sonst ein ewiger Kreislauf
draus. Nur mit Flamme gehärtet und das Anlassen dann im Ofen. Der Eichardt
hat ja im Fräsen-Buch den Zusammenhang zwischen Anlassfarbe und Temperatur
tabelliert. Den Pt1000 werde ich dafür aber nicht bemühen müssen,. ich will ja
höchstens Alu fräsen und dann wird es nicht so genau drauf ankommen.

Wie ich den Erfolg des Härtens einfach überprüfen kann, würde mich aber schon
interessieren. Mal an Stählen rumkratzen oder so.

Grüße aus der Halbzeitpause (Nordkorea wird es nicht!), Guido

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon edgar » Dienstag 22. Juni 2010, 21:37

Nordkoreas Niederlage wurde unter dem Tisch versteckt...
das politische ''Lumpenvolk'' darf ja nicht gekraenkt werden...
sonst kommen die wieder mit der Atombombe
Argent : Nkorea
Null :oops: null

Vielleicht bekomme ich meinen AltMeister ins Netz
ich lasse mir erklaeren wie man ein Werkzeug amatoriell Haerten und dieses dann auf Erfolg pruefen kann.
Vielleicht schaffe ich's.

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Dienstag 22. Juni 2010, 22:25

Man darf garnicht lästern. Im Spiegel haben sie gemutmaßt, dass die Spieler
dieses Landes in Kohleminen enden. :(

edgar
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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon edgar » Dienstag 22. Juni 2010, 22:41

Die Sportler sind Vorzeigeware fuer ein erfolgreiches Regim...
Das haben wir ja auch schon durchexerziert :shock:
Traurig.
...und die franz Nachbarn ?
noch trauriger.
Und unsere hier im sueden ?
die haben Angst und werden die Slowakei ''einkaufen'' um nicht kaempfen zu muessen meinte der BOSSI von der Lega Lombarda....die, die nicht zu Italien halten ( die wuerden auch den Song ''Scheissegal'' singen)

Unsere Eurospieler haben alle schon ihr Geld im Sack
wozu noch rennen ? viel zu anstrengend.
und ueberhaupt die Trainer....
ich verkneife mir jeglichen Kommentar.

Lass die Drehbank singen...das ist besser.

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Dienstag 22. Juni 2010, 23:51

Letztendlich ist es ja doch nur ein Spiel. Das kann man auch verlieren,
so wie unsere Nachbarn ihr Endspiel. Sie haben es aber halbwegs in Ehren
verloren, das sollte I-Land mal lernen. Es geht lediglich darum das Publikum
zu unterhalten, in diesem Sinn können viele Mannschaften vom Gastgeber
lernen.

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon Dianu » Dienstag 22. Juni 2010, 23:58

guidob hat geschrieben:Wie ich den Erfolg des Härtens einfach überprüfen kann, würde mich aber schon
interessieren. Mal an Stählen rumkratzen oder so.

... der Meister hat einfach den Meisselgriff (ungehaerteter Stahl) vom naechsten 'Probanden' genommen, und daraus einen deftigen Span abgemeisselt. Ich habe den (Kunst-)schmied damals bewundert (vor ca. 39J), der hat fast jeden Tag noch ein paar Stunden Kunstschmiedesachen produziert: und zwar an dem grossen Dampfhammer (den wir nur mit Abstand betrachten durften) hat der Typ z.B. Stahlrosenblueten geschmiedet (mit richtigen Bluetenblaettern), soetwas kam auf Zierzaeunen auf die Spitzen gesetzt).
Der Werkzeugstahl war spezielles Hausmaterial von Hoesch, die hatten ja genug Auswahl. Ich glaube "braun" war die richtige Farbe fuer die Schneide, was aber eher untypisch ist (so sagte er), meist liegt es mehr in Richtung violett - kann mich leider nicht mehr genauer erinnern.
Liebe Gruesse

Dianu

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Mittwoch 23. Juni 2010, 00:09

Tja, man muss wohl für den jeweiligen Einsatz die richtige Farbe treffen.
Eichardt sagt für Fräser: gelb. Braun oder gar violett ist schon wieder
zu weich. Deshalb lieber im Ofen, wenn es nicht zu viel Ruß gegeben hat,
sehe ich die Farbe durch die Scheibe hindurch.

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon Dianu » Mittwoch 23. Juni 2010, 00:19

die guenstige Farbe variiert auch mit der Stahlsorte - und da gibts ja unzaehlige von. Entweder wird es sonst zu weich oder zur anderen Seite hin zu sproede. In beiden Faellen zeigt sich das sofort bei diesem Elchtest (und der war damals wirklich brutal). Wir haben die Meissel mit nach Hause nehmen duerfen, mit meinem sind viele Meter Schlitze in Mauern gekloppt worden. Inzwischen musste ich natuerlich mal nachschaerfen.
Ach ja, es ist auch noch ein Qualitaetskriterium, wie dick die gute Schicht ist - (um so haeufiger kann man nachschaerfen).
Mit dem Ofen kannste wahrscheinlich einen grossen Bereich hinkriegen.
Liebe Gruesse

Dianu

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Re: Hobbydrehbaenke - Grundlagen

Beitragvon guidob » Dienstag 13. September 2011, 23:33

Na Rudo,

Drehbank gut gefettet, nicht dass sie rostet. Schau hier: von 40 mm
auf 12 in nur 3 Tagen. :mrgreen: Und das alles für einen Diodenhalter!

Aber mein selbstgeschliffener Meißel macht schöne Späne, oder nicht?

Grüße, Guido
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