Antennen

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Antennen

Beitragvon Anatec » Donnerstag 27. Januar 2005, 13:13

Hier mal einige Bilder von Antennen, die nicht alltäglich sind.

Meine "Star EH Antenne", den Namen habe ich nicht erfunden, die wurde vom Erfinder so benannt. Das gezeigte Modell ist für 27/28 MHz ausgelegt. Ihre mechanische Größe gegenüber einem Vollwellendipol gleicher Wellenlänge ist nur etwa 2%. Damit erreicht sie allerdings über 50% der Leistung eines vergleichbaren Dipols. Eine Kurzwellenversion für 80m ist ca 2m groß. Eine echte Alternative für Amateurfunker, denen der Hausbesitzer eine Langdraht nicht gestattet. An diesem interessanten Antennentyp wird noch weltweit geforscht. Wer mehr wissen möchte
http://www.eh-antenna.com/

meine Version
http://www.people.freenet.de/anatec/EH1.jpg
http://www.people.freenet.de/anatec/EH2.jpg

Eine Kreuzyagi, habe ich für einen Freund gebaut um TV Übertragung aus einem Automodell zu realisieren. Momentaner Frequenzbereich 1,1GHz. Da dieser Bereich in D nicht zugelassen ist, wird die Anlage auf 2,4GHz neu erstellt. Eine Kreuzyagi ist in der Lage unipolar zu empfangen also unabhängig in welcher Lage sich die Antenne solch eines Modells befindet. Die Reichweite beträgt im Moment ca 50 - 300m, je nach Umwelt.

Die Antenne
http://www.people.freenet.de/anatec/Kreuz1.jpg
http://www.people.freenet.de/anatec/Kreuz2.jpg

Das Modell, man sieht deutlich die eingebaut Farb TV Kamera
http://www.people.freenet.de/anatec/Kreuz3.jpg

Der Besitzer des Modells. Was da so rumsteht ist ein Akkupack für den Empfänger und eine Videokamera als Recorder und Monitor. Ist kein "Spielzeugauto" Das Ding kostet einige 100€
http://www.people.freenet.de/anatec/Kreuz4.jpg

Ist mal eine schöne Zusammenarbeit zwischen Elektroniker und Modellbauer.

Gruß Gerd H
Zuletzt geändert von Anatec am Donnerstag 27. Januar 2005, 14:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Anatec » Donnerstag 27. Januar 2005, 14:07

weitere Informationen zu EH Antennen
http://groups.yahoo.com/group/eh-antenna/

DD1GV

Beitragvon DD1GV » Sonntag 28. Mai 2006, 13:09

Kleine Info: EH-Antennen tun nur so, als seien sie Wunderantennen - die Wirkung der Antene beruht darauf, daß auch die Speiseleitung mitstrahlt ...
Und als KW-Amateur habe ich bisher keinen mit EH-Antenne gehört - wiesodennblos - bei Magnetantennen sieht das anders aus. Letztgenannte habe auch den Vorteil, daß Sie - je nach Aufbau - auch für mehrere Bänder genutzt werden können :-)
Vy73
Vajk / DD1GV

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Beitragvon Anatec » Sonntag 28. Mai 2006, 23:11

Hallo Vajk,
herzlich willkommen im Board :D
naja, von "Wunderantennen" habe ich nix geschrieben und wenn manche das behaupten, muß auch ich wiedersprechen. Das ist nicht Sinn der Übung. Mit der Zuleitung muß ich dir allerdings wiedersprechen. Ich habe bei meiner EH ca. 50cm (also noch unter 1/10 Lambda) vom Speisepunkt entfernt eine Mantelwellensperre im Kabel. Das Kabel verläuft erst mal 2m senkrecht von der Antenne weg (da sind ihre Nullstellen). Das Risiko der Erregung der Speiseleitung ist minimal, zumal die Antenne exakt anpassbar ist. Ihre Fähigkeit den Schirm zu erregen ist genauso hoch wie bei jeder anderen Type. Sicher, sie ist recht schmalbandig, man braucht pro Band eine. Wie ich oben schon schrieb,
Ihre mechanische Größe gegenüber einem Vollwellendipol gleicher Wellenlänge ist nur etwa 2%. Damit erreicht sie allerdings über 50% der Leistung eines vergleichbaren Dipols.

Wenn ich genug Platz habe eine Langdraht zu spannen ersetze ich die nicht durch eine EH. Wenn ich aber keinen Platz habe kann ich sie durchaus als Alternative betrachten.
Eine MagLoop hat auch ihre Nachteile. Ich muß sie abstimmbar gestalten. Ein gewisses Duchmesser Wellenlängenverhältniss kann nicht überschritten werden. Daraus folgt, zB. eine Mag mit 2m Durchmesser ist auf 10m nicht abstimmbar, 85cm ist da so in etwa das Maximum. Solch eine 85cm Antenne ist zwar auch auf 80m abstimmbar, aber der Wirkungsgrad ist da schon fast 0! Demzufolge brauche ich für alle KW Bänder auch mehrere MagLoop.
Warum gibt's in D keine EH? Wimo hat welche im Angebot, oder man baut sie selbst und daran scheitern die meisten "Steckdosenfunker". Das Richtfeld einer EH eignet sich nicht für Nahbereichsfunk. Ihr flacher Strahlwinkel macht sie zur DX Antenne, dafür sollte man aber besser ne gute Langdraht oder Quad benutzen. Da ist mehr Draht in der Luft. Resüme, wer nicht darf für den kann so eine EH ne gute Alternative sein.

73 Gerd H

DD1GV

Beitragvon DD1GV » Montag 29. Mai 2006, 01:15

Hallo Gerd :-)

Also ich persönlich traue den Mantelwellensperre nicht so recht .. hat das schon mal jemand wissenschaftlich erforscht .. grübel .. irgendwie hab ich da bisher nix gelesen .. außer daß die MWS im Fall z.B. eines Abriss eines Dipolschenkels an Überhitzung sterben können also folglich auch was bewirken müssen ...

Hmmm - kein Platz für Draht -> EH-Antenne als Alternative - wie bei einer Mag.Loop .. Du brauchst Power um gehört zu werden ... folglich braucht das Nahfeld der Antenne Abstand zum nicht kontrollierbaren Bereich .. EMV läßt grüßen ... ein Freund von mir hat durchs magn.Feld einer Loop furchtbar Kopfweh bekommen und schier gekübelt ... denke bei der EH ists auch kritisch ...

Deine Ausführungen zur Loop sind richtig.

Beide Antennentypen können jedoch als ideale Empfangsantennen ergänzend wirken :-)

Übrigens Dein EH-Aufbau sieht gut aus ...

Ich werkel jedenfalls gerade an einer Steuerung für einen symmetrischen Koppler, wird ein super Teil - siehe Avatar - .. außer das noch ein Gehäuse fehlt - wir wollen den Koppler dann auf dem Markt anbieten .... aber und irgendwie gibts nix preiswertes in Alu oder Kunststoff - scheitert an der Höhe ...

Vy 73,
Vajk / DD1GV

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Beitragvon Anatec » Montag 29. Mai 2006, 02:00

@Vajk,
heu, dein Koppler sieht gut aus, sehr sauber gefertigt. Wenn alles klappt, laß es uns wissen. Ich drücke die Daumen, das du die "Gehäusefrage" auch noch löst. Warten wir mal bis sich Dianu meldet. Der hat immer gute Ideen, wo's Profilalu für Gehäuse gibt.........

Zur Mantewellensperre, der kannst du schon trauen LOL, die ist selber gebaut. Soviel muß sie garnicht aushalten (außer Spannung). Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Mantelwellensperren, selektiv und breitbandig. Die selektive Version "reflektiert" durch ihre Hochohmigkeit die HF Richtung Antenne zurück. Dort kann die HF im ungünstigsten Fall die Anpassung verändern und es entsteht eine schlechte Stehwelle. Irgendwo muß die HF ja hin und wenn sie nicht abgestrahlt wird und der Weg über den Mantel ist versperrt, gehts halt zurück in Richtung PA.

Die breitbandige Version arbeitet durch Absorbtion der Energie in Ferritringen. Das ist bestimmt die Ausführung die du meinst und die es auch nur zu kaufen gibt. Da kann der Fall eintreten, das die Ringe durch Überhitzung platzen oder zumindest das Kabel beschädigen.

Übrigens, der 1/4 Lambda Sperrtopf (als Anpassglied von unsymmetrischem Koax auf einen symmetrischen Halbwellendipol) bekannt, ist auch weiter nix als eine selektive Mantelwellensperre. Ganz Geschickte setzen vier Sperren mit entsprechenden Wellenwiderstand hintereinander und fertig ist die Anpassung 50 Ohm auf 200 - 300 Ohm.
Da gabs schöne Varianten mit Eigenbauhühnerleitern unter gestaffelten Spreizerabständen, schöööön Verlustarm.

Noch ein Wort zum Power. Da bist du bei mir am Richtigen :D Ich bin absoluter QRP Freak, geschuldet den alten Zeiten, als 5W noch viel waren. Mehr kam aus ner EL84 nicht raus und HF Transistoren mußten sie erst noch erfinden. Ich sehe das aber nicht so eng. Wer mich nicht hören "will" läßt es halt. Mit 750W nach W0 ist keine Kunst. Ich sage immer, wer auf 5000km UKW Qualität brauch soll zu Handy oder Internet greifen. Mir persönlich liegen mehr die Eigenbauten für 20€ die das auch schaffen, nur nicht so oft. Einen leistungsstarken Empfänger, der trotz QRM nicht zustopft, eine Topantenne und ein sauberes SSB Signal das sind mein Prämissen und damit das alles auch einwenig modern wird baue ich gerade an SDR. Sicher, kann man auch schon für 800€ kaufen. Eigenbau ist schöner und billiger.........

73 Gerd H

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Beitragvon Dianu » Montag 29. Mai 2006, 09:37

Anatec hat geschrieben:...Warten wir mal bis sich Dianu meldet. Der hat immer gute Ideen, wo's Profilalu für Gehäuse gibt.........

Moin,
meine Aluprofile kaufe ich bei Fischer Elektronik / Luedenscheid

http://www.fischerelektronik.de/
Liebe Gruesse
Dianu

DD1GV

Beitragvon DD1GV » Montag 29. Mai 2006, 09:59

Moin moin Gerd !
Dat klappt schon, der erste Prototyp war Bananne, ne "Insellösung" - aber HF-technisch das Doppel-T ist klasse :-) .. die Version jetzt ist von einem befreundetem OM, super präzise Deutsche Wertarbeit und mach grad die uC-Steuerung dazu, lt. Simulation wird das Smithdiagramm fast komplett ausgefüllt un dist nicht nur für QRP geeignet ;-)

Jepp und als Antenne hängt bei mir eine verkürzte, rückgefaltete Doppelzepp, mit Hühnchenleiter, d 14 cm - spurt gut über alle Bänder. Nur als Mieter mit eingeschränkter Spannstrecke.

Hoffe Dein Mantelsperrenwissen ist nicht nur aus dem roten Hammel ;-)
Das mit SDR klingt interessant, bitte mehr Infos ...
.. ich bin ein Softwaremensch, in Hardware bin ich nicht so geübt ;-)

Have a nice day
Vy 73
Vajk / DD1GV

P.S.: Danke - gleich mal bei fischer umsehen .. und pdfs dln ...

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Beitragvon Anatec » Montag 29. Mai 2006, 11:00

Moin Vajk,
auch schon auf den Beinen :D .
Auf jeden Fall sieht dein Anpassglied nach großer Leistung aus. Bei dem Aufbau, ich tippe mal bis 30 MHz ??? Is ja auch logo, UKW Antennen passt man so nicht an. Wenn ihr das µC steuert, würde mich mal eure Variante des integrierten Stehwellenmessers interessieren. Da gibt's ja auch zig Möglichkeiten und Varianten.

Sicher hatte ich die Anregungen für MW Sperren mal vor Jahrzehnten aus dem Rothammel. Ansich ist diese Technik uralt und kommt in vielen Derivaten in der HF Technik vor. Der Begriff Mantelwelle selber wird nur für koaxiale Systeme benutzt, die einen Mantel haben. Allgemein gesehen sind sie alle HF Sperren hier nur mit der Aufgabe, unkontrollierte HF von der Speiseleitung fern zu halten. Auch eine blanke Induktivität kann schon als Mantelwellensperre fungieren, allerdings mit geringerer Wirkung. Wenn du auf Koaxialleitung Mantelwellen hast, roll mal dein Kabel in der Nähe der Antenne mit ein paar Windungen auf und schon wirds besser........Mantelwellen kann man übrigens mit ganz normalen Richtkopplern nachweisen und messen und damit natürlich auch die Wirksamkeit einer Mantelwellensperre kontrollieren. Grundsätzlich, wenn ein Übertragungssystem exakt aufgebaut und angepasst ist, sollten keine Mantelwellen auftreten. In praxi lässt sich das nicht immer so realisieren und da ist so eine Sperre oft hilfreicher als eine Aufwendige Kompensation.

Über SDR kannst du erst mal in meinem anderen Thread nachlesen. Da bin ich noch schwer am bauen. Da gibt es für den Heimwerker noch so einige Hürden zu überwinden. Die Stufe eines hochstabilen DDS habe ich gerade gemeistert. Kannst du unter DDS Generator nachlesen. Unterm Strich soll ja die ganze Technik für einen halbwegs bewanderten Bastler zugänglich werden und mit in D erhälltlichen Chips realisierbar sein. Ich versuche die Sach so einfach wie möglich zu gestalten, sodas auch ein wenig VB für den Anfang ausreicht. Da SDR wenig Hardware enthällt ist es eine große Spielwiese für Softwarebegeisterte. Da kann sich jeder austoben, je nach Programmierkenntnissen und ganz Unbewanderte können die Software als "free" aus dem Net beziehen. Mein Ziel ist es, unter 100€ ein halbwegs lauffähiges modulares System zu bekommen, mit dem jeder rumexperimentieren kann, Module ersetzen, hinzfügen usw. So lernt der "Erbauer" SEIN eigenes System kennen und beherrschen. Ich denke das die Synthese > Eigenbauhardware > PC so manchen jungen Menschen zum Basteln, anregen kann und die Freude am Selbstgeschaffenen vermittelt.

73 Gerd

DD1GV

Beitragvon DD1GV » Montag 29. Mai 2006, 11:42

Hi,
jepp morgens um Neue ist Bürotime :-)

Ja natürlich "nur" bis 30 MHz .. wird allerdings ein Halbautomat, Richtkoppler beim Antennenkoppler .. uC zur Steuerung drin .. das ganze grundsätzlich via RS485 fernbedienbar .. über den Aufbau vom RK kann ich nicht viel sagen, der HF-technische Part ist Sache meines Projektpartners, ebenso wie die Simmulationen ... und für die Mechanik haben wir, wie zu sehen ist, einen HF-erfahrenen Spezialisten :-) Halbautomat, weil manuell abgestimmt wird und dann die Werte gespeichert.

Wird Dein SDR - Projekt auch um TX erweitert ?

LG
Vajk

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Beitragvon Anatec » Montag 29. Mai 2006, 12:11

Wird Dein SDR - Projekt auch um TX erweitert ?

klar doch :-)
das ist das schöne am System, SDR läuft rum wie num. Dem PC isses Wurscht ob er das Signal decodieren oder codieren soll. Dianu hatte mir dankenswerter Weise mal einen Koffer voll FST3253 zukommen lassen und so konnte ich schon mal experimentieren. Von Maxim gibt es auch Derivate dieses Signalquellenschalters in dem so wie im FST gleich zwei Stück stecken, so kann man mit einem logischen Bit zwischen RX TX umschalten und man kann freundlicherweise das bischen RX > HF Vorstufe bzw TX > Linearverstärker am System lassen und muß nur einen Antennenumschalter benutzen um den RX vor seinem eigenen TX zu schützen. DDS + Zubehör ist nur einmal da. Die wird eh vom PC gesteuert und die Vertauschung USB OSB macht auch der PC indem er die Kanäle vertauscht. Hier in kürze das ganze SDR System zu erläutern ist nicht möglich, ich bereite aber eine Stück für Stück Version für unser Board hier vor.

Nachtrag: wegen Alu guggst du weiter oben, habs auch gerade erst gelesen. War vorhin noch nicht da......wer weis

73 Gerd

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Beitragvon Anatec » Montag 29. Mai 2006, 20:31

Eine Eigenbau Loop für 27/28 MHz

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