Funken mit dem PC

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Funken mit dem PC

Beitragvon Anatec » Mittwoch 21. Dezember 2005, 00:33

In der heutigen Zeit gibt es eine Menge digitaler Betriebsarten im Amateurfunk die mit der Soundkarte des PC arbeiten. Eine feine Sache, das lästige Umschalten zwischen verschiedenen Modemtypen entfällt. Das einzige Problem, es entstehen bei der Kopplung und ungünstigen Anschlußbedingungen "Brummschleifen" zwischen PC und Funkgerät. Im I- Net hats eine Menge Schaltungsvorschläge für Koppler. Die häufigste und einfachste Methode sind NF- Trenntrafos. Die elegantere Methode sind Optokoppler. Aus der Vielzahl der Schaltungen habe ich mir mal einige herausgesucht und für meine Zwecke und das "deutsche" Bauteilangebot modifiziert. Desweiteren habe ich mir gleich noch einen automatischen Mikrofonumschalter gebaut, da mein Funkgerät keine zweite Mikrofonbuchse besitzt und ein hin und herschrauben lästig ist. Da der Umschalter einmal in Planung war, bekam er gleich eine zweite Mikrobuchse verpaßt. Macht sich immer gut, wenn beim Bergfunken mal ein Mikro streikt oder die Batterie alle wird, bzw nur ein anders gepoltes eingepackt wurde. Ich wollte schon immer mal etwas sinnvolles mit einem PIC fabrizieren und so steckt im Umschalter einer drinn und überwacht die Schaltlogik. Da er dabei Langeweile hatte mußte er gleich noch einen Roger Beep realisieren. Die Verbindung zwischen den Modulen ist eine handelsübliche 9pol Sub D Leitung. Die Linearität des Optokopplers ist trotz "Billigheimer" sehr gut. Die Sondkarte kann ihn nicht übersteuern. Im Modul besteht noch die Möglichkeit einen Kabelentzerrer aufzustecken, wenn Funkgerät und PC zu weit auseinanderstehen. Bei mir ca 12m. Ich habe die Module mit "Flexnet,Paxon" ( Packet Radio ) und "JV Comm32" ( SSTV ) in Betrieb und bin sehr zufrieden. Weitere Progs sollen folgen. Wenn die zwei funktionieren, geht der Rest auch.

Beide Module sind natürlich auch einzeln lauffähig. Der Optomodul kommt mit einem kleinen Steckernetzteil 8 - 20V aus und der Umschalter bekommt seine Spannung vom Funkgerät, kann allerdings auch fremdgespeist werden. Als Zugabe hat der Umschaltmodul noch einen "ON AIR" Ausgang (Betriebsspannung x 200mA), eine publikumswirksame Einlage. Der Kostenaufwand pro Gerät ist relativ gering, von der Bastelzeit mal abgesehen.

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Falls Interesse an den Schaltungen oder dem Leiterplattenlayouts besteht, bitte melden. Ich wollte die Schaltungen nicht so veröffentlichen, da sie im Eagle durch zig Korrekturen liederlich aussehen. Für mich ist das nicht so wichtig, hauptsache Eagle passt hübsch auf das keine Verbindung verloren geht. Die Layouts sind natürlich OK. Der PIC ist ein 16F627, den Hex stelle ich natürlich auch zur Verfügung.

73 Gerd H

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Anatec
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Beitragvon Anatec » Mittwoch 21. Dezember 2005, 21:03

@Michael,
danke für das Lob. Jahrelange Übung, grins. Mit 12 angefangen zu basteln, ( 0V1 mit EF12 usw.) bei DM8AI, die Klubstation vom Funkwerk Erfurt. Da lernte man noch von einem 60 jährigen Funkmeister wie Lackschlauch über die Freiverdrahtung kommt. Bis 1990 im "Stern Radio Berlin" gearbeitet und bei den heutigen Möglichkeiten......
Unser Entwicklungschef sagte immer, "konstruiert so gut wie möglich, in der Serie wird's dann schon von allein schlechter"

73 Gerd

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Beitragvon Dianu » Mittwoch 21. Dezember 2005, 22:14

Hallo Gerd,
das laesst sich wahrlich vorzeigen - sauber, wie aus dem Ei gepellt!
Vielleicht bekommt der eine oder andere jetzt auch noch Lust, etwas zu basteln.
Mich haste dazu verleitet, auch mal ein Proebchen aus meinem 'Naehkaestchen' zu veroeffentlichen - es kommt demnaechst hier im Forum - mein erstes 'Mini-Microcontroller 89C2051'-Projekt aus 1996 - ist markttechnisch leider ein grundsolider Flop gewesen :oops:
Liebe Gruesse
Dianu

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Beitragvon edgar » Sonntag 26. Februar 2006, 11:11

Hallo Leutz,

Rudo , mach das Naehkaestchen auf ...Du hast die Neugierde geweckt !
Meister Anatec,da braucht man kein Lob mehr verlieren :lol: Quality Inside.
Meine Schaltungen,fast nur Einzelstuecke / Prototypen sind alle auf Lochraster aufgebaut und sind hoechstens 'Gut Geloetet' und immer in industriellen Gussgehaeusen verpackt...von aussen unzerstoerbar...und laufen und laufen....1 mal verkauft sehe ich sie nie wieder keine Reparaturen ! (vielleicht wirft der Kunde die teure Sache weg :D koennte einer sagen) habe nichts dagegen so lange sie gute Kunden sind.Richtig?

Gruss,
Ed

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Beitragvon Dianu » Sonntag 26. Februar 2006, 17:56

edgar hat geschrieben:Hallo Leutz,

Rudo , mach das Naehkaestchen auf ...Du hast die Neugierde geweckt !
Ed, eines habe ich doch schon veroeffentlicht:
http://www.dianu.de/prh/phpBB/phpBB2/vi ... 5c3cba2b94
- aber es gibt tatsaechlich noch mehr (Flops :-( ). Einer lief bei bei viele Jahre - ich werds mal bei Gelegenheit fotografieren.
Meine Schaltungen,fast nur Einzelstuecke / Prototypen sind alle auf Lochraster aufgebaut und sind hoechstens 'Gut Geloetet' und immer in industriellen Gussgehaeusen verpackt...von aussen unzerstoerbar...und laufen und laufen....1 mal verkauft sehe ich sie nie wieder keine Reparaturen ! (vielleicht wirft der Kunde die teure Sache weg :D koennte einer sagen) habe nichts dagegen so lange sie gute Kunden sind.Richtig?

Gruss,
Ed
Na klar!, Unikate sind sowieso vielen echten Entwicklern am liebsten.
Ich habe mich immer bemueht, moeglichst schon Lochstreifen zu verwenden.
Einen echten Durchbruch zur 'professionellen' Prototypen-Leiterkarte hat hier in D der Herr Hoffmann mit seiner genialen Idee des Leiterplatten-Pool-Sharings erreicht.
Inzwischen hat der weit ueber 10.000 Kunden :
http://beta-layout.de
Liebe Gruesse

Dianu


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