Handloeten von Fine-Pitch

Alles was man zur Herstellung bzw. Design von LPs braucht oder wissen sollte
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Dianu
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Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Mittwoch 13. Januar 2010, 18:50

Eine ausfuehrliche und reichlich bebilderte Beschreibung, um SMD-Bauelemente mit fine Pitch (z.B. Pinabstand = 0,5mm) von Hand zu loeten bzw. zu entloeten, findet man hier:

Silabs App-Note 114
Liebe Gruesse
Dianu

guidob
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Donnerstag 14. Januar 2010, 13:15

Hallo Dianu,

die Temperaturen kommen mir darin aber arg hoch vor, ich glaube das würde ich mich
nicht trauen.

Zum Auslöten sollte man noch hinzufügen, dass man das am besten erstmal mit einer
Schrottplatine übt.

Aber hey: Der Typ auf dem letzten Photo hat, glaube ich, dasselbe Mikroskop wie
ich. :)

Gruß, Guido

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Sonntag 17. Januar 2010, 21:30

ja Guido,
da werden wohl auch ''gedruckte Leitungen'' mitkommen :(
ich versuche zumindest bei soic die Beinchen abzuschneiden.
Benuetzt hier jemand Heissluft ? zum Entloeten ?

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Dianu
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Sonntag 17. Januar 2010, 22:55

edgar hat geschrieben:ich versuche zumindest bei soic die Beinchen abzuschneiden.

so mache ich das auch! - jedenfalls eine Seite - die andere Seite kann man dann durch mehrmaliges umbiegen des chips auf einem Schlag abbrechen.
Liebe Gruesse

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Nagel
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Nagel » Montag 1. Februar 2010, 15:52

Hallo Guido,
was für ein Mikroskop hast Du?
Gruss
Armin

guidob
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Montag 1. Februar 2010, 17:41

Hallo Armin,

damit gebe ich doch immer wieder gerne an: Ein Kruess Stereomikrospkop (MSZ5200). Made in
Germany, Zoom von 8x bis 40x.

Gruß, Guido

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Dienstag 5. April 2011, 20:45

Hallo,

ich habe mal erste Versuche zum Handlöten mit Paste durchgeführt. Nicht gut. :cry:

Eine 500-g-Dose gut abgelagerte Paste von Ebay für 1 Eur war natürlich leicht zu
kriegen, da Verfallsdatum 2004. Die Paste ist aber wohl o.k., ziemlich fest aber
noch pastös. Durch eine Spritze könnte man die nicht drücken, zum Rakeln
scheint sie aber optimale Konsistenz zu besitzen. Ist natürlich gute Paste, d.h.
bleihaltig (Sn62Pb36Ag2). :D

Mit einem Zahnstocher habe ich versucht etwas Paste auf die Pads zu schmieren,
das hat so aber nicht gehaftet. Die Paste lässt sich jedoch prima mit Isopropanol
verdünnen, dann wird der Auftrag einfach. Trocknen muss das dann bei ca. 120 Grad,
bei 80 wirds nichts. Allerdings bringt das Trocknen eigentlich garnichts, könnte man
drauf verzichten.

Das Löten mit dem Lötkolben war dann ein Desaster. Das Flussmittel wird schnell
flüssig, dann verläuft die Paste. Aufgeschmolzen wird sie dann nur bei direktem
Kontakt zur Lötkolbenspitze, wo die nicht hinkommt bleiben die Kügelchen einfach
liegen. Sie müssen dann abgerieben werden, mit einer Bürste hat man keinen Erfolg.

Im Bild sieht man dann auch überall die Reste, die weiträumige Verteilung kommt
daher, dass ich probeweise schon mit den Schraubenzieher das Reinigen geübt
habe. Selbst auf den Anschlussflächen des 22-k-Widerstands sieht man noch
Kügelchen liegen, die nicht aufgeschmolzen wurden. Hier habe ich aber auch viel zu
viel Paste aufgetragen, die wurde beim Platzieren des Widerstandes sogar unter diesen
gedrückt (und liegt da vermutlich immernoch).

Mein Fazit: Mit Lötdraht geht es einfacher. Beim Reflow wird natürlich alle Paste völlig
gleichmäßig erwärmt, da gibt es diese Probleme vermutlich nicht.

War nur mal so ein Versuch, Guido
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Dienstag 5. April 2011, 21:30

Wie lautet es in vielen Jack Ass Videos ?

Don't do this at home :lol:

Nein ist nicht nachzuahmen....lieber Loetdraht ! wir haben doch die Silabs2021 USB Chips problemlos geloetet... :D
Lieber saehe ich deinen Honig ! :) !



OT habe heute auf der Autostrada Bologna - Milano deine CD Schweissfuess angehoert !
Schwaebisch gsonga hen se do ! :D

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Dienstag 5. April 2011, 22:51

Jo, ein historischer Tag heute fuer Milano - zu Hause in Milano eine 2:5 Schlappe gegen Schalke :D
Liebe Gruesse

Dianu

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Dienstag 5. April 2011, 23:33

Leider Rudo...

Habe ich vorher gelesen ...mein INTER hat 5 Stueck abbekommen...hier wurde nicht einmal betont dass Inter 2 Tore geschossen hat.....Im Derby von Mailand hatte Inter am Samstag 3 Tore von Berluskonis Milan Mannschaft eingesteckt bekommen ;-(...Inter wurde sogar von Neapel ueberholt. Rien ne va plus :shock:

Zum Thema hier: ich wuerde mir gerne ein Heissluftpistoelchen zulegen...koennte mir Spass machen.
Habe allerdings noch viel zu viel an meine Kruemeln zu feilen.....und jetzt geht es auch wieder mit Auftraegen
los. Ist ja recht so :D und an den Sommerurlaub denke ich auch schon :roll: an Bergtouren bis ans Limit :lol:
Langsam edgarle
erschtmol echloofa :lol:
Gute Nacht

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Mittwoch 6. April 2011, 00:00

Jo, erstmal beim Lötdraht bleiben und den Kopf über Inter schütteln.

War aber ein unterhaltsames Spiel, Sat-Empfang mal wieder problemlos,
komisch nur, dass viele Stadionbesucher das nicht so gesehen haben. :D

Heißluft wäre der nächste logische Test, eine kleine Station, vor allem
zum Entlöten, steckt mir schon länger in der Nase. :roll: Zum Löten bleibt
aber das Pastendosierproblem. Wer Krümel sortieren kann, kann auch
Paste dosieren! Ich werde da aber selbst mal drangehen, genug Paste
habe ich ja.

Löthonig ist vorgemerkt.

Grüße, Guido

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Mittwoch 6. April 2011, 07:58

Die Anleitung von Silabs ist zwar vielseitig....ein Video (es gibt sehr viele ueber dieses Thema) zeigt ' dynamisch ' was da passiert...und ist noch aussagekraeftiger.

Frage: bei welcher Temperatur & Waermedauer heben die CU_Leiterbahnen eigentlich ab ?
Wahrscheinlich ist nur Temperatur weniger schaedlich als die mechanischen Kraefte, die man
anlegt um das IC weg zu hebeln :roll:

Heissluft ist soft und das gewuenschte Teil muesste regelrecht ' abrutschen '.

Wer SAT Empfang hat ist klar im Vorteil...im Stadion ist der Ball viel kleiner :lol: und ohne Kommentar.
Der heikle Punkt fuer eine Mannschaft ist angeblich wenn sie glaubt sie haette schon gewonnen :roll: :shock:
Dieses Spiel war sicher interessanter als die Formel_1 neulich.

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Mittwoch 6. April 2011, 08:52

edgar hat geschrieben:..

Frage: bei welcher Temperatur & Waermedauer heben die CU_Leiterbahnen eigentlich ab ?
Wahrscheinlich ist nur Temperatur weniger schaedlich als die mechanischen Kraefte, die man
anlegt um das IC weg zu hebeln :roll:

Das ist auch ein Qualitaetsmerkmal von Leiterplatten, insbesondere von Testplatinen oder Lochrasterplatinen, die du ja auch verwendest. Ein aelterer Kollege von mir hat immer blaue Lochrasterkarten benutzt (ich glaube vom Vero), da haften die Kupferflaechen besonders gut. Bei Loetlutschen gibts welche mit besonders wenig Rueckschlag, weil man mit dieser ungewollten Bewegung die Leiterbahn oft abschert - deshalb ist Heissluft da guenstiger.
Es gibt auch ein patentiertes Hebelchen mit Gelenk und einstellbarer Kraft. Die eine Seite wird am auszuloetenden IC befestigt. Dann zieht man diese Konstruktion durch den Reflowloeter und hat danach das auszuloetenden IC mit eingestellter Kraft hochgehoben.
Guido, vielleicht koenntest du an deiner Bohrmaschine einen Laser anflanschen, der punktuell loeten kann. Den Dispenser anzubrigen ist ja auch nicht schwieriger :mrgreen:
Noch besser waere natuerlich, wenn der Laser auch eine Schablone brennen koennte - so wird es jetzt auch meist gemacht - Aetzen ist out :wink:

ja das Spiel Inter M. - Schalke war Klasse, ich konnte beim Fernsehen gar nicht einschlafen, was bei Fussball eigentlich fast regelmaessig der Fall ist :oops:
Liebe Gruesse

Dianu

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Mittwoch 6. April 2011, 11:14

Laser wird nicht gut funktionieren, da er, wie der Lötkolben, nur punktuell erwärmt.
Die Paste fließt dann aber nicht zusammen. Heißluft wäre schon besser. Das
braucht aber sicher auch einige Probeplatinen.

Die Klebung des Kupfers ist schon fragil, das sehe ich beim Handlöten unter
dem Mikroskop sehr gut. Eine kurze Leiterbahn, die nur von einem SOT23-Pin
auf einen 0805-Pin geht, löst sich dabei komplett ab. Dann heißt es Ruhe
bewahren, nach dem Abkühlen hält sie wieder.

Schablone kann man ja ätzen, Markus Zingg hat ja mal im Progforum beschrieben,
wie er dies aus beidseitig laminierter Alufolie hinbekommen hat. Es lohnt sich aber
halt nur für eine kleine Serie. Laser werde ich höchstens zum Belichten nehmen.
Und auch da habe ich schon Respekt vor der Leistung.

Eigentlich war es ein ausgesprochen fieses Spiel: der einen Mannschaft gelingt
alles, der anderen nichts. Haben wir aber mit Inter auch schon umgekehrt erlebt.

Grüße, Guido

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Mittwoch 6. April 2011, 18:19

Nicht alle Tage sind gleich (schoen) :roll:

Und was ist mit den kleinen Pizza blech oefen chen. Da kann man ja schoen zusehen wie die Sache sich entwickelt und wann sie '' gar '' ist .Ich hatte mir mit einer PT100 & 2051 eine Reglung aufgebaut ON-OFF mit SSR.
Das geht alles in maximaler Ruhe...
Bei einem Kunden heute dagegen , noerdlich Milano war ein 100KW Extruder_Motor mit boesen Resonanzen...so einen Laerm habe ich selten erlebt....ein Siemens Motor...hoellisch. Habe glasfaserverstaerktes Edelplastikmaterial compoundiert.
Das Material verhaelt sich wie eine Feder :D Habe mal wieder richtig diagnostiziert und eine Operation mit blossen Haenden durchgefuehrt. Mal wieder Glueck gehabt ...der Patient....und ich auch :lol:

Lasern wollte ich einst...heute nicht mehr. Ich warte lieber auf den Atomloetkolben :lol:

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Donnerstag 7. April 2011, 00:03

Jetzt habe ich mal Verzinnungsversuche mit niedrigerer Temperatur durchgeführt,
damit geht es deutlich besser. Normalerweise steht mein Lotkolben auf 350 °C,
damit verbrennt das Flussmittel der Paste zu schnell. Also habe ich mal mit 250 °
und 280 ° probiert. Dann verbrennt das Flussmittel garnichtmehr. Irre, wieviel davon
in der Paste steckt, kein Wunder, dass es bei Überdosierung auch über den Lötstopp
leitet.

Die Pizzaöfen haben zu wenig Schmackes, meiner braucht schon etwa 15 min zum
Aufheizen. O.k., wenn man den PI-Regler durch einen angepassten Primitivregler
ersetzt, kommt man vllt. auf das Doppelte, das ist aber immer noch zu langsam.
Das erwärmte Volumen ist für die Leistung einfach zu groß.

Die Küglechen der Paste haben einen Durchmesser von (50-85) µm, wenn ich die
üblichen Schablonen betrachte schätze ich, dass nur eine Schicht aufgerakelt wird.
Bei der Ergiebigkeit nicht unvernünftig. Rudo, wie bekommt man die Dosierung
der Paste aus den CAD-Dateien? Die Gerber-Files geben da wohl nicht viel her.

Grüße, Guido

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Donnerstag 7. April 2011, 00:48

guidob hat geschrieben:... Rudo, wie bekommt man die Dosierung
der Paste aus den CAD-Dateien? Die Gerber-Files geben da wohl nicht viel her.

Grüße, Guido

Hallo Guido, beim eagle gibts dafuer addons bzw. diese ulp-Dateien, z.B.:

Code: Alles auswählen

dose-pro.ulp
Export data for SMD solder cream dispenser
Generates data to control the solder cream dosage for the dispenser unit of 'Martin' on 'Bungard' drill/milling machines.
The file boardname.plt contains the coordinates of the SMD pads in the Top layer, while boardname.plb contains those in the bottom layer.
The file boardname.dod contains the information of the SMD pads regarding tool number Txx.
Author: support@cadsoft.de
Bei einer Schablone wird die Dosierung auch mit der Schablonenblechstaerke festgelegt.
Mein Loetkolben steht uebrigens immer auf min. 390°C, oft aber auch noch hoeher (fuer bleifrei sowieso).
Die Loetwelle hat f. "bleifrei" 255°C, wenn ich mich recht entsinne (das wird nie verstellt, deswegen weiss ich es nicht mehr genau).
Die Reflowoefen fahren ein ausgekluegeltes Temperaturprofil ab, das bringt ein Pizzaoefchen leistungsmaessig nicht, wie Guido schon sagte. Wenn man schwere Teile auf der Platine hat, dann muss man selber an dem Profil feilen. Dafuer gibts extra einen Temperaturfuehler (Thermoelement) mit langer Strippe, welchen man auf der Musterplatine an einer kritischen Stelle befestigt und dann mit durchlaufen laesst. Mein Reflowofen hat eine usb-Schnittstelle, mit der man dann das Ist-Profil auslesen kann (habe ich bisher noch nicht gemacht).
Liebe Gruesse

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Donnerstag 7. April 2011, 08:58

Guidos Erfahrungen habe ich auch mit einem 15 W Loetkolben gemacht. Der kommt ja nur knapp an die Schmelztemperaturen ran....ich konnte feststellen,dass das Flussmittel nicht wild verdampft und dass das Loetzinn ganz soft dahin floss wo es hin gehoerte.Resultat : glaenzende Loetstelle.

Ich wundere mich immer, dass die Platinenhersteller und Bestuecker so gute Resultate erzielen...es gibt doch soo viele Variablen bei dem Spiel. Zu viele instabile chemische Produkte....da wird Arbeiten zur Kunst !

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon rdek » Donnerstag 7. April 2011, 10:23

Wenn der Lötkolben heiß eingestellt ist lötet der betreffende in 90% der Fälle auch mit einer feinen Rundspitze.
Mir werden da die Lötstellen zu grottig^^. Nur bei 0603 weiche ich gerne mal von der Meißelspitze ab.
Bei SSOP, QFN nehme ich immer Meißel. 320° verbleit 340° unverbleit.

Problem bei Reflow: Hitzeverteilung, vor allem bei Strahlungswärme(Kupfer ne, Plaste sehr gut) . Die guten Geräte arbeiten mit Dampf, um eine kräftige und gleichmäßige Erwärmung zu garantieren ... nichts für den Bastler :|

Schablone: Irgendwie 150µm typisch im Kopf

Grüße rdek
Science is like sex: sometimes something useful comes out, but that is not the reason we are doing it.
- Richard Feynman -

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Donnerstag 7. April 2011, 23:48

Ich habe noch etwas probiert aber Paste und Lötkolben scheinen mir
inkompatibel zu sein. Dementsprechend bestelle ich mal eine billige
Heißluftstation und schau mal wie es damit wird. Bisher taugt die
Paste nur um Drähte zu verzinnen, das geht prima. :lol:

Verstehen kann ich die Probleme aber nicht, bin mal auf die Heißluft
gespannt. :?:

Zum Dosieren brauche ich dann auch noch eine Möglichkeit, sieht
schon nach Druckluft aus. Irgendwie so, dass man es von Hand und
in der Maschine benutzen kann, muss ja nicht morgen fertig sein.

Soo schwierig mit dem Temperaturprofil ist es in einfachen Fällen aber
auch nicht. ich habe ein paar youtubes angeschaut, Löten auf dem
Bügeleisen z.B., hat auch ganz gut funktioniert. :mrgreen: Mal sehen.

Grüße, Guido

edgar
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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon edgar » Freitag 8. April 2011, 00:26

Stimmt das mit dem TemperaturProfil ist ein simples Spiel.

Guido, ich bin begeistert zu sehen, dass du wirklich viele Projekte auf Lager hast....ob da ein Leben reichen wird ? :lol:
Ich komme ueberhaupt nicht weiter mit meinem Projektpunkt '' Verteiler '' Immer wenn ich anfangen will klingelt das Telephon ...Auftrag hier , Auftrag da...pausenlos. Ich bin es ueberhaupt nicht mehr gewoehnt alle Tage zu arbeiten. :shock:
5 Tage pro Monat genuegen doch ! Naechste Woche darf ich mal wieder 1000km suedlich fahren /fliegen an die suedoestliche Ecke des '' Stiefels '' (an die Ferse) da wo es noch gute Fische gibt.
Mein Projekt muss eben warten ...die Rubel sind immer gut wenn sie in die Kasse rollen.

Hier hat eine Hitzewelle begonnen ( 26°C um 20h ! ) und in den naechsten Tagen soll die Temperatur noch weiter steigen Richtung 30°C ! Bei diesen Temps waechst meine Rebe mit high-speed, der Salat wird prall und auf den Obstbaeumen sind schon Fruechte sichtbar...man muss tuechtig giessen sonst trocknet alles ein bevor es gross wird.Unser Heissluftlieferant heisst Nordafrika....

Heissluft Station ? genuegt nicht eine Pistole ? Welche Marken / Modelle sind empfehlenswert ?

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Freitag 8. April 2011, 00:50

es gibt auch etwas haendisch / mechanisches zum Dosieren, z.B. hier:

Dosierpistole


und jetzt schnell ins Bett - morgen muss die grosse Buchenhecke geschnitten werden (bevor die Blaetter rauskommen und es dann ein vielfaches an Masse ausmacht)...
Liebe Gruesse

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Freitag 8. April 2011, 18:14

Diese Dosierpistole ist immerhin bezahlbar. Kommt mir aber sehr
unhandlich vor, mir schwebt da etwas filigraneres vor.

Kennst du die Dosiernadeln wie z.B. hier:
http://www.octamex.de/shop/?page=shop/f ... G,%20blue&

Sieht nicht so aus, als ob die ein Gewinde im Ansatz hätten. Dann
nehme ich vllt. doch lieber die Spitze eines Druckbleistiftes.

Was macht der Rücken? :mrgreen:

Tja Ed, ob ein Leben ausreicht? Abwarten. Kleinere Sachen, die man gut
nebenbei machen kann, rutschen mir immer wieder zwischenrein. Mit
dem Maschinchen bin ich eh nicht weitergekommen, nur die Steppertreiber
für Y und Z sind teilbestückt. Demnächst geht es damit weiter.

Vor dem Dosieren muss erstmal das Löten einwandfrei klappen, sonst
kann ich mir die Arbeit sparen. Das ist die bestellte Station:

http://www.komerci.de/shop/product_info ... 77b2d71107

Da kann man halt schön Temperatur und Luftstrom einstellen und die
Wärme kommt mit den feinen Düsen nur dahin wo sie hinsoll. Man kann
sie aber nicht nur zum Ent/Löten verwenden, sondern auch zum Schrumpfen,
Kleber aushärten usw. Bin mal gespannt bzgl. Leistung und Lautstärke.

Grüße, Guido

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon Dianu » Freitag 8. April 2011, 22:31

Wie gut oder praktisch die Pistole ist, weiss ich auch nicht. Meistens benutzen wir einen Handdosierer, der ist aber pneumatisch mit Fusstaster, damit die Haende ruhig bleiben. Da es sich meist um 0805 oder 1206 oder "SOxx" "Huehnerfutter" auf der Lötseite handelt, reicht das voellig aus. Dafuer lohnt sich auch kaum eine Schablone, jedenfalls noch nicht bei 25er Serien. Die Spitze machen wir danach immer sauber, es sind die aus Vollplastik und semitransparent. Die Spitzen aus Metall haben wir auch als Muster da, aber damit konnte man sich (bis jetzt noch) nicht anfreunden. Keine Ahnung, wie man die wieder sauber bekommt, und wer benutzt die schon 24h/d.
Genau so geht es auch mit dem Unterdruck-Stift - da kommt hier kein Interesse auf - eine richtige und gute Pinzette wird bevorzugt. Auch der haendische Unterdruck PickUp wird nie benutzt - rausgeschmissen Geld :(

P.S.: der Ruecken ist erstaunlich friedlich - eine abwechselungsreiche Bewegung mag er offensichtlich :)
Ausser Buchenhecke waren auch noch ausgewachsene Buchenbaeume im Spiel - habe mit meiner groessten Leiter und Hochentaster-Kettensaege sehr hohe Aeste gefaellt - wird man im Alter immer mutiger? (je oller desto doller) :mrgreen:
Liebe Gruesse

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Re: Handloeten von Fine-Pitch

Beitragvon guidob » Samstag 9. April 2011, 00:02

Ich dachte auch an Pneumatik. Am Eingang ein 10-mm-Stempel, ausgangsseitig
3 oder 4 mm. Da reicht 1 bar sicher und ich habe noch einen I/P-Wandler von
Siemens (0...20 mA -> 0.2...1 bar). Sollte mit einer Membranpumpe und kleinem
Druckbehälter (Gurkenglas :roll: ) zu betreiben sein.

Wundert mich, dass die 45-Grad-Spitzen unbeliebt sind, aber dann muss ich damit
nicht experimentieren. Erstmal geht es eh mit dem Zahnstocher weiter.

Zur Schablone habe ich wieder D.Bungard gefunden: einfach eine Overheadfolie
entsprechend bohren. Klingt auch gut, vllt. nächster Schritt?

Zum P.S.: Sehr erfreulich, das Problem ist ja nicht die Heckenschere, die wiegt
fast nichts. Aber die ausgestreckten Arme!

Grüße, Guido


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