hallo

Hoch- u. Höchstfrequenztechnik

Moderator: Anatec

hubert

hallo

Beitragvon hubert » Sonntag 21. Mai 2006, 20:58

bin neu hier und wollte mal kurz hallo sagen.
dann gleich mal 2-3 fragen.
gibt es immer noch die freien frequenzen bei 27,12MHz und 13,56MHz???
wenn ja, gibt es da auch noch niedrigere, unter 10 noch besser unter 5MHz?
und was gibt es da für bedingungen?
der grund der frage ist, daß ich mir einen plasmatweeter bauen möchte, mein prototyp arbeitet mit 2,46MHz (ca. 30Watt) und strahlt trotz unterbringung im faradayschen Käfig und akkuspeisung.
nun möchte ich das ganze zumindest auf ner frequenz bauen, wo ich darf.
da ich nicht allzuviel erfahrung mit hf habe und sich mosfets bei hohen frequenzen nicht so doll schalten lassen, wäre eine recht niedrige frequenz vorteilhaft.
ein anderer lösungsansatz wäre 27,12MHz, da könnte man evtl. leicht modifizierte schaltungen aus dem cb funk bereich nehmen, dazu suche ich dann schaltpläne.
der einzige schaltplan den ich dazu im mom. habe ist aus ner reparaturanleitung vom magnat plasmaspeaker, da sind aber transistoren drin, die nicht mehr zu bekommen sind, auch die vergleichstypen nicht.

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Beitragvon Dianu » Sonntag 21. Mai 2006, 23:35

Hallo hubert,
willkommen im Forum.

zu Deiner Frage:
gibt es Frequenzen, wo Du darfst?
meiner Meinung nach nicht, wegen des emv-Gesetzes (ab 10kHz):
http://www.ce-zeichen.de/emv.htm
Ausnahmen gibts fuer Amateurfunker, die muessen aber erstmal eine Pruefung ablegen, und dann haben Sie Ahnung von HF.

Und was darf man so privat in den eigenen vier Waenden veranstalten?
Wenn man einem vorbeifahrenden Peilwagen auffaellt oder der Nachbar eine Anzeige startet, dann gibts bestimmt Aerger.

Beispiel: bei meinem Freund heulte sporadisch die Hausueberwachungsanlage los - ein Haus weiter war ein Amateurfunker "zu Gange" - die haben sich guetlich geeinigt, der Funker hat ein Filter eingebaut, und sie trinken jetzt ab und an ein Bier zusammen...
Liebe Gruesse
Dianu

hubert

Beitragvon hubert » Montag 22. Mai 2006, 01:43

ja, aber was ist denn z.b. mit käuflich erwerbbaren plasmaspeakern, industriellen plastikschweißgeräten, diathermie u.s.w.

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Beitragvon Anatec » Montag 22. Mai 2006, 01:52

Hallo hubert,
herzlich willkommen

Es gibt laut Bundesnetzagentur die sogenantenen ISM Frequenzen. Welchen zulassungsfähigen Bedingungen diese unterliegen habe ich nicht nachgelesen.

http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/1820.pdf

hier kannst du dich selbst informieren. Wichtig allerdings, das Errichten und der Betrieb von HF erzeugenden Gerätschaften unterliegt in weiten Teilen der Genehmigungspflicht. Auch wenn es Frequenzen für "technische Anwendungen" gibt, sagt das nicht, das da jeder bauen darf wie er will, die Geräte müssen zugelassen sein und vorgegebenen Prämissen genügen. Du kannst dir sicher vorstellen, 30W HF ist nicht wenig und wenn dein Plasmalautsprecher Oberwellen erzeugt, können die schnell im 100MHz Bereich auftauchen und stören. Ich habe mir gerade mal im Web von Hi Fi Freaks veröffentlichte Schaltungen angeschaut, da ist nicht ein Oberwellenfilter zu sehen. Ich kann da nur zu äußerster Vorsicht raten. Ohne entsprechende Meßtechnik würde ich nicht bauen. Das kann fix in's Auge gehen. Solltest du eine praktikable Lösung finden, freuen wir uns hier im Board immer über Erfolgsberichte.

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Beitragvon Dianu » Montag 22. Mai 2006, 09:54

hubert hat geschrieben:ja, aber was ist denn z.b. mit käuflich erwerbbaren plasmaspeakern, industriellen plastikschweißgeräten, diathermie u.s.w.
hallo,
die Gewerblichen muessen eine Messung machen (lassen) bezueglich Stoerstrahlung. Es gibt da vorgeschriebene Grenzkurven, die nicht ueberschritten werden duerfen.
Ich hatte mich auch mal fuer diese Messungen interessiert und eine "low cost" Geraetschaft dafuer aufgespuert (aber nicht gekauft):
http://www.dianu.de/prh/phpBB/phpBB2/vi ... .php?t=144
Liebe Gruesse

Dianu

hubert

Beitragvon hubert » Mittwoch 31. Mai 2006, 02:14

hallo
ist ja recht interessant
zu den nicht vorhandenen oberwellenfiltern, die resonanzspule (teslaspule) ist selbst ein rlc filter hoher güte. Rechteck rein, Sinus raus.
außerdem ist bei mir das ganze in einem hf dichten gehäuse eingebaut, bis auf die plasmaflamme, die ist in nem zylinderförmigem gitterkäfig aus engem stahlmaschendraht, das ganze ist geerdet und mit tiefpassfiltern an der nf einspeisung und in der stromversorgung ausgestattet, so daß es da keine probleme geben sollte.
für Messungen der störabstrahlung benutze ich ein nicht kalibriertes HF Voltmeter.
Für genauere Messungen hae ich gelegentlich, nach Voranmeldung Zugang zu nem Messplatz in einer Handyreparaturwerkstatt mit u.a. nem R+S Spektrumanalysator, der die Messergebnisse auch ausdrucken kann falls nötig.
Meine jetztige Version der Plasmatweeter (Fres2,5MHz ca.10Watt Trägerleistung) ist so gut geschirmt, daß ich nur im Nahbereich bis 1,5m entfernung noch was messen kann. allerdings, wenn ich das ganze offen betreibe, leuchten von der Feldstärke sogar Leuctstofflampen im Abstand von ca.20cm durch die hohen feldstärken auf.
Ich werde abe wohl meinen nächstgrößeren Plasmaspeaker jetzt doch nicht mit so hoher frequenz betreiben, eher mit nem 100kHz PWM Verstärker und einem Trafo mit (Ferrit?)Kern zur Hochspannungserzeugung, ich denke mal da wird das design etwas einfacher.

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Beitragvon Dianu » Mittwoch 31. Mai 2006, 11:31

Hallo hubert,
da faellt mit im Zusammenhang mit HV an Luft noch ein, dass Du vielleicht auch eine Messung bezueglich Ozon machen solltest. Damals hat es bei den Laserdruckern ziemlich viel Wirbel verursacht, denn wenn sowas erst mal in die Presse gelangt (vielleicht durch die Konkurrenz etwas angetrieben), dann haste 'schlechte Karten' ...
Liebe Gruesse

Dianu

hubert

Beitragvon hubert » Mittwoch 31. Mai 2006, 21:34

ja, durch den uv anteil derv plasmaflamme wird ordentlich ozon erzeugt, man kann es sogar riechen. außerdem entstehen durch die hitze der plasmaflamme stickoxyde.
gegen das ozon hilft die abschirmung der plasmaflamme, die ist so dicht, daß sich die luft dadrin so erhitzt, daß das ozon schnell zerfällt aber so durchlässig, daß die schallwellen nicht behindert werden, das prinzip hab ich bei magnat abgeguckt.
eine andere möglichkeit wäre, die plasmaflamme mit nem edelgas zu umspülen, das ist mir aber zu teuer


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