DDS Generator 0 - 10 MHz

Hoch- u. Höchstfrequenztechnik

Moderator: Anatec

edgar
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Beitragvon edgar » Freitag 11. April 2008, 21:58

Hallo !

hoffentlich bewaehrt sich der Vortice !

Aber zurueck zum Thema.
Nach langer Schwangerschaft ist das baby endlich mit einer ''laufenden'' software am krabbeln.
Die 2400 Zeilen Assembler haben mir diesmal mehr Schwierigkeiten gebracht als je zuvor. Alle Module hatte ich getestet und funktionierten auch korrekt....nur die jeweiligen Eingangs und Ausgangsbedingungen ...passten nicht....das ging sooo weit,dass ich fast zum ''C'' uebergegangen waere....auf Rat meines Sohnes.Der sagt: ist einfach und man kann praktisch keine Fehler machen.!?!?

Bild

So sieht die Sache aus...nach erfolgreicher Schlacht: da haengt der Oszi dran,ein Frequenzmessgeraet, zwei serielle Kanaele fuer debug und der Ethernet RJ45 -Anschluss...und der PC fuer Ein und Ausgabe ...wo ich einen Firmennamen abgedeckt habe. Die gruenen Kaestchen zeigen an, dass die Eingaenge aktiv sind...sind sie es nicht so nehmen sie rote Farbe an.
Die sichtbare Seite zeigt Zustaende und Ausgabedaten an..waehrend andere HTML Seiten typische Eingabestruktur von Windows haben.
Zum Schluss muss ich noch den Watchdog aktivieren...damit die Funktion bombensicher ablaufen kann.
Allgemein gesehen koennte man das ding einen programmierbaren Frequenzgenerator nennen...der je nach Eingang gewertete Frequenzen ausgeben kann...abhaengig von 16 Eingangsgroessen.
Das Herzchen, der DDS Chip 9833 ist superstabil und folgt 100% den Befehlen. Kann ich jedem empfehlen !

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Dianu
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Beitragvon Dianu » Freitag 11. April 2008, 23:43

Hallo Ed,

Glueckwunsch zum funktionierenden Projekt! dein Durchstehvemoegen ist vorbildlich! :)
>>> ..auf Rat meines Sohnes.Der sagt: ist einfach und man kann praktisch keine Fehler machen.!?!?
:shock: :? die Fehler macht dann immer nur der Compiler oder wie? 8) - nee im Ernst, "keine Fehler machen" gibts nicht! - und je mehr Unbekannte du mit reinziehst, um so schwieriger sind die Fehler zu finden.

wenn ich mich recht entsinne, wird die DDS-Mathematik recht einfach, wenn man den 9833 mit der Oszillatorfrequenz einer 2er-Potenz betreibt, z.B. mit 2hoch22 = 4.194.304(Hz) - trotzdem wuerden mich 'keine zehn Pferde dazu bringen', sowas in Assembler zu programmieren - ich kanns aber nachvollziehen, denn ich hab Ass. auch mal fuer unentbehrlich gehalten (vor 1990).

Hast du das Projekt noch mit dem 2051 loesen koennen oder ist da jetzt was edleres (007?) drin?

[OT:] Vortice ist voll ok und suuperleise![/OT],
Liebe Gruesse
Dianu

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Beitragvon edgar » Samstag 12. April 2008, 10:10

Tag Rudo,

ja,der 89C4051 ,fast ganz vollgestopft hat es geschafft. Das Problem war einfach die Unuebersichtlichkeit in einem Programmchen mit 32 DinA4 Seiten. Gymnastik (immer positiv) hat mich das auch gekostet denn der 4051 musste mindestens 300 mal in den Programmiersockel :twisted:

So etwas wird es nicht mehr geben.....einerseits habe ich die Moeglichkeit mit dem P89C51RD2 direkt am PC zu spielen oder eben mit Silabs C2.

Trotzdem bleibt der 4051 einer meiner geliebten Pantoffeln :D
Das Buch '' Programmare in C++ '' bleibt vorerst hier liegen !
Assembler werde ich auch weiterhin benuetzen.
Ich bin kein Programmierer !
Ich mache es aus purer Freude.....ich kann das produzieren was ich mir (realistisch) vorstellen kann....als 12 jaehriger hatte ich einen Nachbarn,der im Europaeischen Forschungszentrum (Euratom) in Ispra arbeitete. Der baute sich die tollsten Sachen: genau das wurde zu meinem Traum...und seit jahrzehnten -Realitaet-

Durchstehvermoegen ? Kein Problem ich habe ja nebenher meinen Salat der tuechtig waechst , die erste bluehende Rose fuer meine Emanuela
und ne Menge Geduld, einen netten Job + etwas Selbstbewusstsein :)

Die Rechnerei um den ad9833 habe ich mit 32bit erledigt...und das war Teil meiner Probleme. R0-R3 mit R0 als MSB...oder LSB ?Ergebnis in R2-R5 oder R0-R3 bzw R3-R0 ??!!^^??. Da gab es irren Mischmasch.

32bits waren noetig um die notwendige Genauigkeit zu erreichen...habe ja keine FliesskommaRoutine. So ergaben sich dann Zahlen, die laessig die 70 000 000 ueberstiegen. Kein Problem ; ich kann einen 4051 wahrscheinlich niemals voll auslasten .
Du hast nach 1990 mit Assembler aufgehoert...
ich frage mich was in Zukunft noch - zugaenglich- sein wird und wie lange man noch mitmischen kann. Die Globalisierung will ja nur Deppen und hungernde Sklaven ...Kleinbetrieben die Luft wegnehmen.

Dagegen haben wir eine optimale Antwort: PENSION , Ruhestand oder wie man es nennen will. Unsere glueckliche Epoche haben wir vorerst mal herzlich genossen :!:

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Beitragvon Dianu » Samstag 12. April 2008, 11:10

Hallo Ed,
der 4051 hat bei mir ausgedient und ist definitiv ersetzt durch 89LPC922 oder /925 - leider nicht pinkompatibel aber dafuer ohne Quarz/Reset-C etcpp...
aber auch dort gehts schon los: digikey schrieb mir neulich, dass der 925 im DIL abgekuendigt sei - jetzt habe ich noch 100Stck. in Reserve.
Euratom erinnert mich an 'unsere'eads/astrium:fuer die habe ich mal das Projekt mit den 2 x 9834 entwickelt, ein Kanal mit variablem dutycycle, dazu noch 16 TTL-PWM-Ausgaenge frei programmierbar, 16TTL-Inputs, 16 TTL/I/O ueber I2C, 4 potentialfreie DACs 12bit, Tastatur 12 Tasten mit Jog-Dial, LCD 2x40 alphanum., IEC-Bus Schnittstelle, RS232 fuer mich zum debuggen...
L i n k
da der Kunde auch noch alles programmierbar haben wollte, wahlweise per Tastatur oder HP-GPIB (sein Grossrechner hat noch sone Schnittstelle), warens dann mehr als 40kB Code - keine Chance mit Ass. oder Basic - da Kunde aber nur ein paar Exemplare davon braucht, wirste auch nicht reich davon. Sie haben neulich wieder ein paar Milliarden fuer Entwicklung bekommen aber hier kommt nicht viel an - das meiste frisst wohl der Wasserkopf.
heute habe ich Zeit zum Schreiben - Frau hat Wochendkurs im Drehen - (natuerlich nicht Metalle oder Holz sondern nasser Lehm oder genauer gesagt feuchter Ton)
Ein paar C-Buecher habe ich auch noch hier rumliegen, aber allein die C-Syntax ist schon aeusserlich sowas von bescheuert und das Wetter hier entgegen aller Vorhersagen von gestern total gut (null Wolken) ...
in diesem Sinne noch schoenes WE
Liebe Gruesse

Dianu

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Beitragvon edgar » Samstag 12. April 2008, 12:43

Rudo,

diese MegaGeldVerschlinger...die kenne ich: sobald Geld frei wird....da schleudern sie :)
Alles staatliche und supranationale....da sitzen dann Burschen,die keine Ahnung von der Welt haben...hoechstens etwas Schulbuch und die fangen dann an zu forschen: alles muss frei programmierbar sein alles muss im Kasten vorhanden sein....warum ??... weil sie ueberhaupt nicht wissen was sie ueberhaupt brauchen /wollen.
Es ist absolut gut wenn die Frauen auch mal 'ausgehen' :D Da hat man endlich mal so richtig RUHE .
Gut finde ich auch,dass sie nicht nur im Haus rumfummeln...es gibt so viel interessantes.
Na dann geniesse mal die Sonne...heute frueh hatte sie Wattewoelkchen zu Silberschleier superhell erleuchtet.
ciao

edgar
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Beitragvon edgar » Sonntag 13. April 2008, 23:18

Hi,

um meinen Beitrag zur 0-10khz DDS Version abzuschliessen haenge ich eine Zeichnung an aus der der Uebergang von 0,6Vpp Sinus auf Rechteckausgang 5V ersichtlich ist. Der Buffer 74LS125 verbessert in meiner Anwendung die Flankensteilheit der Kontrollsignale.....der 40106 CMos chip verbessert ebenfalls das Ausgangssignal.

Bild

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Beitragvon Dianu » Montag 14. April 2008, 18:58

Schoene Arbeit, Ed :)
Beim AD9834 musste ich damals auch einen externen Komparator spendieren obwohl auf dem Chip einer vorgesehen ist - nur der hat eine untere Grenzfrequenz von ca. 3MHz, und das erfaehrt man erst dann, wenn man auch das "Kleingedruckte" der AD-Doku liest.
Falls man aber den Sinus "behalten" moechte, sind 0,6 Vpp arg wenig - aus dem Grunde hatte ich mal eine Verstaerkerschaltung ausgetueftelt, die ein relativ sauberes Signal (weniger Jitter als mit ICs) mit nur einem Transistor an nur 5 Volt liefert:
L i n k
(Den Transistortyp kann man natuerlich in der Praxis aendern (z.B. auf BC550) , das "exotische" Beispiel kommt daher, dass es halt in der LT-Spice Bibliothek vertreten ist.)
Liebe Gruesse

Dianu


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